Wenn du bei Nacht.......

Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,

Weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen Lache!

Du alleine wirst Sterne haben, die lachen können!

Verfasst von: Niniane

Dunkelheit

Es war dunkel, als er die Augen öffnete - nein - als er sie blitzartig so weit auf riss, wie er nur konnte. Doch es änderte nichts daran, dass es dunkel war - stockdunkel. Man konnte nicht einmal die Hand vor Augen erkennen. Was sollte er tun? Das Licht anmachen? Ja, das wäre gut. Doch wo ist der Lichtschalter? Er würde ihn bei dieser Dunkelheit unmöglich finden. Ein Streichholz anzünden - ja, aber die lagen auf dem Küchentisch vollkommen außer Reichweite.

Ihm blieb nur eins: Aufwachen!

Verfasst von: Oliver [www.sandoomo.de]

Des Rätsels Lösung

Holt sich beim Bäcker einen "Coffee to go". Steht auf der Straße und blinzelt in die Frühlingssonne. Repariert am Nachmittag das Fahrrad seiner Mutter. Es ist die Kette, sagt er zum Nachbarn. Stellt sich in Pose, als er Eva sieht. Verscheucht die Krähen, die es sich auf dem Schuppendach gemütlich machen wollen. Er schaut auf die Uhr. Jetzt wird es aber Zeit, spricht er ins Handy. Mir fehlt nur noch ein Buchstabe für die Lösung des Kreuzworträtsels. Was ruft er mir da zu? Ich verstehe ihn nicht.

Verfasst von: Lotree [http://www.bublo.de]

Das Zimmer ist leer.

Seit langer Zeit. Es ist jetzt das Gästezimmer. Für eine gute Freundin, die einmal im Jahr vorbeikommt. Seine Bücher stehen noch im Regal. Die Rollen mit den Zeichnungen liegen obenauf. Er kommt nicht an den Wochenenden. Keine Zeit. Manchmal ruft er an. Aus Pflicht. Oder schlechtem Gewissen. Seine Stimme ist unsicher. Wir reden nicht viel. Aber es beruhigt mich, wenn er da ist. Es ist dann fast wie früher. Als ich ihn in meiner Jacke wärmte und er dabei einschlief. Als kleiner Junge.

Verfasst von: Cem [http://sprechblase.wordpress.com/]

Zeit zu Handeln - Zeit Loszulassen

"Meister, ich habe das Gefühl auf meinem Weg nicht weiter zu kommen. Was kann ich tun?"

Der Meister führte ihn in einen prachtvollen Garten.

"Es gibt Zeiten des Pflügens, der Saat und der Pflege und du siehst den Gärtner in dieser Zeit nicht ruhen oder rasten, aber es gibt auch Zeiten des Wartens und des Loslassens. Der Gärtner weiß, die Pflanze wächst nicht schneller, wenn er an ihr zieht. Weise ist, wer zu unterscheiden weiß."

Verfasst von: a [http://fromouterspace.ning.com]

Was kommt danach?

Wenn die Ablenkungen unserer Zeit nicht mehr funktionieren, wenn Freiheit Alleinsein und Einsamkeit bedeutet, was kommt danach? Wenn man mehr hat als man braucht und doch weniger als man benötigt?
Wenn man funktioniert und dabei zusieht, wie einem die Zeit entgleitet. Wenn die Träume sich ändern, ohne das alte Träume ausgeträumt waren. Was kommt danach?
Wenn das Plätschern auf seichter Oberfläche zu lange das Eintauchen vergessen ließ?
Selbsterkenntnis? Ehrlichkeit? Liebe? Was kommt danach?

Verfasst von: Sternenkönigin

Parallelwelten

Ein harter Metallstuhl. Festgeschraubt.Frau A bitte, Herr B bitte, Tür auf, Tür zu. Frau C bitte, mechanisch geht das Nichts auf, geschäftige Sachbearbeiter für Nichtbeschäftigte.
Antragsabgabe, AnlageKI fehlt, Anlage UH nicht ausgefüllt, Kontoauszüge? Komplett ausgezogen.

Es fehlt noch Brot. Der Tag ist noch nicht ausgefüllt. Die Freundin teilt ihr Brot, wir tratschen, sitzen im Schaukelstuhl, legen Tarot.
Ergebnis:das Universum.
Unsere Anträge zum Ausziehen sehen anders aus...

Verfasst von: Vergissmeinnicht

Es liegt an dir

Du kannst darüber weinen, dass sie gegangen ist,
oder du kannst lächeln, weil sie gelebt hat.
Du kannst deine Augen schließen und beten, dass sie wiederkommt,
oder du kannst sie öffnen und sehen, was sie zurückgelassen hat.
Du kannst immer daran denken, dass sie gegangen ist,
oder du kannst sie im Herzen tragen und in dir weiterleben lassen.
Du kannst weinen und ganz leer sein,
oder du kannst tun, was sie von dir wollte:

Dass du lächelst, deine Augen öffnest, Liebe gibst und weitergehst.

Verfasst von: Anni

Sternenhimmel.

Der Mond hängt tief über den Dächern. Kalt. Eine letzte Zigarette in der geöffneten Balkontür. Unten rauscht der Verkehr. Am Himmel die Lichter des letzten heimkehrenden Fliegers aus dem Süden. Auf der anderen Strassenseite gedämpfte Wohnzimmerlichter und flackerndes Blau von Fernsehern. Ein Balkon ist dunkel. Sie raucht auch. Wie jede Nacht. Bevor sie sich zu ihrem schlafenden Mann hinlegt. Morgen früh stehen wir wieder an der Haltestelle. Nebeneinander. Diesmal spreche ich sie wirklich an.

Verfasst von: Cem [http://sprechblase.wordpress.com/]

Schau mir in die Augen!

Ein hektischer Tag! Morgens, der Wecker klingelt und die Laune ist schon am Boden. Ärger im Büro - natürlich, wieder einmal die doofe Kollegin. Die steckt doch sowieso unter einer Decke mit... Egal, Feierabend! So ein Mist, Stau und der dauert. Endlich daheim. Was soll ich, Wäsche aufhängen - nach dem Tag? Verdammt, jetzt plärrt auch noch das Kind. Schnell hin und beruhigen. Wie, Du bist schon still? Was schaust Du mich so an? Jetzt lachst Du. Du schaust in meine Augen? Mach weiter, bitte!

Verfasst von: Claus [http://www.inobasave.de]